Luftbrücke Frankfurt-Berlin 1948-1949 e.V.
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26. Juni 2018  70 Jahre Beginn Der Berliner Luftbrücke 1948

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Wie Berlin am Leben erhalten wurde

 
 
Denise und Marilyn mit Airforce 726 AM5 Former Unit of Gail S. HalvorsenGedenkfeier 70. Jahre Luftbrücke Frankfurt - Berlin

Iris G. Schmidt

Friedrichsdorf/Taunus (Weltexpresso) - Das Musikkorps der Airforce (Ramstein) versetzte die Gäste der feierlichen Gedenkveranstaltung am 26. Juni 2018 am Luftbrückendenkmal auf dem Flughafen Frankfurt/Main, mit Glenn Miller's "Ohrwurm-Klängen" in die damalige Zeit, die nicht nur Zeitzeugen zu den Taschentüchern greifen ließen. Am 26. Juni 1948, vor genau 70 Jahren entstand die ins Leben gerufene "Berliner Luftbrücke."

Eine zweimotorige C-47 Skytrain startete seinerzeit vom Flughafen Erbenheim (Wiesbaden) aus nach Berlin. Das war die Geburtsstunde der Luftbrücke, die mit einem unglaublichen humanitären und logistischen Einsatz Berlin buchstäblich am Leben erhalten haben. Streitkräfte aus USA, Frankreich und England haben den westlichen Teil Berlins in einer Zeit der Blockade durch die Sowjetunion haben, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens in diesem überaus menschlichen, wahrhaft christlichen Akt den Berlinern Hoffnung gegeben und das Überleben gesichert. Ohne diese beispiellose Geste, Menschen gegenüber, die eigentlich als deren Feinde anzusehen waren, hat die Liebe und das Mitgefühl zu der von jeglichen Zufahrtswegen abgeschnittene Stadt, über alle eingrenzenden Vorurteile, gesiegt. Wenn man sich vor Augen führt, dass mehr als 70 Mitglieder der US Airforce bei Hilfsflügen ihr Leben verloren haben, ist es von großer Wichtigkeit, dieser Gefallenen sowie der Großleistung der Luftbrücke und ihrer Bedeutung auch noch in der heutigen Zeit entsprechend zu gedenken.

Gail S. Halvorsen, allgemein als "Candy Bomber" oder auch "Onkel Wackelflügel" bekannt , hat sich herausragend, wie kein anderer seiner Kameraden, besonders für die notleidenden Kinder eingesetzt. Als er am Flughafen, die leuchtenden Kinderaugen sah, die das Geschehen mit großem Enthusiasmus beobachteten, sah, erwachte in ihm der Wunsch, auf irgendeine Weise Freude in ihr so beschwerliches Leben zu bringen. Alle Kinder lieben Süßigkeiten! So entstand die Idee der kleinen Fallschirme, die mit Hersheys Schokolade, Kaugummi etc. große Freude brachten. Stellvertretend für die Kinder ihres Alters erzählte "Vera M. aus Berlin" (Candygirl genannt), wie sie es als Fünfjährige öfter geschafft hat, einen dieser Fallschirme zu erhaschen und mit anderen zu teilen.

Die Freude kannte bei den Kids keine Grenzen, wenn Gail S. Halvorsen in Tempelhof mit "wackelnden" Tragflächen seines Versorgungsbombers einflog und lauter kleine mit Köstlichkeiten gefüllte Fallschirme herabschweben ließ. Merzedes, ein damals sehr mutiges Mädchen, deren Freundschaft zur Halvorsen-Familie auch heute noch fortbesteht, schrieb einen Brief an den "Candy Bomber", dass er doch bitte darauf achten solle, zukünftig den Stall mit den weißen Hühnern im Auge zu haben - wenn diese erschreckt vom Fluglärm sich zu verkriechen suchten und keine Eier legten, mache das nichts aus, Hauptsache die Fallschirme verfehlten ihr Ziel nicht! So gibt es viele Geschichten und unvergessene Erlebnisse, die diesen Kindern und heutigen Erwachsenen, Freiheit und Fröhlichkeit trotz schwer zu bewältigender Kindheit im Gedächtnis bleiben werden.

Leider hat der gesundheitliche Zustand des sich im 98. Lebensjahr befindlichen Gail S. Halvorsen, nicht zugelassen, dass er an der diesjährigen Gedenkfeier teilnehmen konnte, aber seine beiden sympathischen hübschen Töchter Marilyn Halvorsen Sorensen und Denise Halvorsen Williams vertraten ihn würdig und absolvieren die vielen, ihrem Vater zur Ehre geplanten Veranstaltungen mit viel Bravour und Hingabe.

Dr. Schulte würdigte in seiner Rede auch die Verdienste des unermüdlichen Einsatzes des Vereins "Luftbrücke Frankfurt-Berlin e.V." mit Sitz in Frankfurt. Ministerpräsident Volker Bouffier erläuterte die Bedeutung des Bundeslandes Hessen und dessen besonders enge, nicht nur wirtschaftliche, Beziehung zu den Vereinigten Staaten. Jeder der am Programm teilnehmende Redner-/in äußerte tiefgreifende zu Herzen gehende Worte des Dankes. Bürgermeister Becker sprach die geladenen Gäste wechselnd in Deutsch, Englisch und Französisch. Dr. John Provon, Vice Präsident des Luftbrücken-Vereins gab einen historischen Rück- und Einblick in das Engagement des Vereins. Ein hessischer Löwe der Höchster Porzellanmanufaktur wird an dieses Ereignis erinnern.

Herr Beyer, MdB, Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit betonte den notwendigen Zusammenhalt der Menschen über alle Grenzen hinweg. Botschafter Grenell, USA fand ebenfalls Worte der Anerkennung für die Aufrechterhaltung des zurückliegenden aber immer noch aktuellen Zusammenhaltes von Menschen, die über ihren Schatten springen, so auch Botschafterin Descartes aus Frankreich und Robbie Bulloch, stellv. Botschafter GB. Die Töchter von Gail Halvorsen erzählten vom Leben ihres Vaters und nahmen die vielen Genesungswüsche für ihn gerne zur Weitergabe an. Die Kranzniederlegung für die Menschen, die bei der Luftbrücke ihr Leben verloren berührte die Anwesenden sowie auch die gesprochenen Gebete der Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen für den vorbehaltlosen Zusammenhalt damals und in der Zukunft, unabhängig von Ansichten und Richtungen. Die Nationalhymnen bildeten den feierlichen Abschluss der Gedenkfeier.

Foto: 
Denise und Marilyn Halvorsen treffen Mitglieder aus UNIT 726 AMS früher UNIT von Gail Halvorsen
© Iris G. Schmidt:

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